#10minBlog: Innovation

#10minBlog: Innovation

Letzte Woche war eine Innovationswoche. Nicht, dass ich mich selbst besonders innovativ gefühlt hätte. Das Thema tauchte einfach nur vermehrt auf. Seit kurzem ist das Thema „New Work“ in meinem Erfahrungshorizont erschienen. Diese Woche sehe ich nur noch Posts in den Social-Media-Kanälen, die sich genau damit beschäftigen. Ich hatte ein Gespräch mit einem Geschäftsführer, der mir berichtete, dass er große Probleme hat, seine Mitarbeiter für die Anforderungen eines schnelllebigen und sich ständig verändernden Marktes zu begeistern. Manche lieben Neues von Natur aus. Weil sie sich schnell langweilen, wenn immer alles so läuft, wie es schon immer gelaufen ist. Andere brauchen ja gerade das, weil Struktur und Ordnung Sicherheit und Verlässlichkeit bietet. Wir Menschen haben einfach ganz unterschiedliche Bedürfnisse. Der Geschäftsführer ist ein guter Typ. Er will wirklich etwas für die Work-Life-Balance seiner Mitarbeiter tun. Aber das braucht Zeit und auch den Mut, sich den Ansprüchen von Kunden und Mitarbeitern in gleichem Maße zu stellen. Ein ganz schöner Spagat. Er meinte, dass solange die Mitarbeiter nicht mehr mitmachen, die sich abgehängt fühlen. Außerdem habe ich letzte Woche in einem intensiven sechs Stunden Workshop mit allen agilen und innovativen Methoden, die gerade hip sind, am eigenen Leib erfahren dürfen, wie man in einem Team in kurzer Zeitspanne einen Prototypen entwickeln kann. Berauschend, sehr anstrengend, aber eben auch sehr ergebnisorientiert. Ich war sehr froh über diese Erfahrung, aber auch froh, das nicht jeden Tag in dem Tempo machen zu müssen. Bei der Gelegenheit habe ich feststellen dürfen, dass ich noch an meinem Mindset arbeitet darf. Eine gute Erkenntnis, die Dinge nicht immer bis zum Ende völlig durchdacht haben zu müssen und sich auf den Markt zu schmeißen. Find ich gut. Mit den Trends von morgen durfte ich außerdem einen Blick in die Zukunft blicken. Das fand ich krass, was da an geballter Technik in Form von Robotern und Programmen auf uns zukommen wird. Wir werden ungeduldiger und haben alles unter Kontrolle. Unsere App weiß, wann wir was essen sollten und welcher Sport gerade gut wäre. Nach weiteren Szenarios wurde ich ganz still und es wurde mir unheimlich. Ich habe beschlossen, dass zu weit in die Zukunft schauen nichts für mich ist. Ich muss langsam mitgehen können. Beruhigt hat mich, dass die Entschleunigung auch im Trend liegen wird. Die wird es auch echt brauchen, als Gegenbewegung und als Ausgleich. Abgeschiedenheit, Stille, Einfachheit – back to basic. Um endlich mal wieder zu sich zu kommen, auf sein eigenes Gefühl zu hören, die innere Stimme wahrzunehmen, langsam und unproduktiv sein zu dürfen. Und zum krönenden Abschluss habe ich alle Themen in eine Diskussion mit Freunden geschmissen und festgestellt, mit dem Thema Innovation bin ich noch lange nicht durch. Wir saßen alle da mit glühenden Gesichtern und heißgeredeten Kehlen, mit der Erkenntnis in einer so faszinierenden Zeit zu leben, in der sich richtig was bewegt und wo Umbrüche stattfinden. Und weil es mich so, so mit allem Für und Wider begeistert, aber auch abschreckt, kann ich gar nicht mehr aufhören zu schreiben. Mache ich jetzt aber, die Zeit ist (schon länger) um.

Eins interessiert mich noch brennend: Wie geht es euch eigentlich mit Innovation?

Der #10minBlog ist eine Initiative von Maren Martschenko. Ziel ist es in 10 Minuten einfach alles runterzuschreiben, was mir zu einem Thema einfällt. Ich wähle Themen aus, die mich gerade am meisten beschäftigen – nah, authentisch, wahr. Ohne lange Korrekturphasen und Verschönerungssequenzen, um endlich ins TUN zu kommen. Wenn ihr mir ein Thema schenken möchtet, freue ich mich sehr!

Diesen Beitrag habe ich für Eszter geschrieben, die mit mir zusammen auf dem Workshop war und mir die Idee für diesen #10minBlog gegeben hat.