In diesem Blog beschreibe ich, wie du mit drei wirkungsvollen Übungen dein Jahr kraftvoll ausklingen lassen kannst.

Die Natur macht es uns vor. Vom Außen ins Innen zu kommen, zu ruhen und Kraft zu schöpfen. Gerade die Zeit zwischen den Jahren ist eine besonders kraftvolle Zeit, um in uns selbst einzukehren, zu uns zu kommen und uns mehr zu spüren.

Ich lade dich dazu ein, dein Jahr wie ein Baum seine Blätter loszulassen. Bäume ziehen vorm Winter ihre Energie aus den Blättern in den Stamm. Sie verabschieden sich vom Jahr mit bunten Blättern und einer Knospe, die gut geschützt darauf wartet erneut aufzublühen. Ich stelle mir vor, dass auf den Blättern das sichtbar wird, was der Baum während des Jahres erlebt hat – an welchen Stellen es besonders sonnig war, wie viel Sturm es gab und wer ihn besucht hat. Und dann lässt der Baum sein Blatt los mit der Gewissheit in Form der Knospe auf ein neues Jahr. Bist du neugierig, wie dein Jahresblatt 2019 aussehen wird? Probiere es aus! Ich habe viele glückliche Menschen gesehen, nachdem sie es gemacht haben.

Ich gebe dir zunächst eine Übersicht über die drei Übungen und dann gehen wir gemeinsam Schritt für Schritt durch. Drucke dir vorher auch das Arbeitsblatt Jahresausklang aus.

  1. Übung: Mache dir eine Übersicht über das Jahr (10-15 Minuten)
    Du brauchst: einen Stuhl bzw. Sitzkissen und/oder deinen Kalender von 2019 und/oder deine Fotos auf deinem Handy und wenn du hast deine Visionscollage 2019. (viel entweder/oder – hier bist du gefordert, suche dir das aus, was dir nützt). Ich persönlich mache eine Meditation, die ich dir kurz beschreiben werde.
  1. Übung: Male dein Jahresblatt für 2019 (20 Minuten)
    Du brauchst: ein Blatt Papier (siehe erste Seite vom Arbeitsblatt Jahresausklang), verschiedene Bunt- und Wachsmalstifte.
  1. Reflektiere dein Jahr (30 Minuten).
    Du brauchst: das Reflexionsblatt (2. Seite vom Arbeitsblatt Jahresausklang) und etwas zum Schreiben.

Nimm dir eine Stunde Zeit. Am besten ist es, wenn du ungestört bist. Ich persönlich nutze gerne die Zeitfenster, wenn keiner zu Hause ist. Ich mache es mir bei Kerzenschein, Tee und etwas Gebäck gemütlich und schalte mein Handy aus. Überlege, was für DICH gut ist. Lege dir verschiedene Bunt- und Wachsstifte sowie einen Schreibstift und Papier parat. Ein Wecker kann dich beim Time-Keeping und Loslegen helfen. Hier findest du das Arbeitsblatt Jahresausklang.

Legen wir los! 

  1. Übersicht über das Jahr gewinnen (10-15 Minuten)
    Du fängst damit an, dein 2019 lebendig werden zu lassen. Das kannst du auf unterschiedliche Weise machen. Du kannst dir deinen Kalender mit deinen Notizen anschauen, die Fotos von 2019 auf deinem Handy, deine Visionscollage oder was auch immer dir sonst zur Verfügung steht.
    Besonders schön finde ich eine Jahresrückblicks-Meditation. Ich meditiere ca. 10-15 Minuten. Damit du eine Idee davon bekommst, beschreibe ich dir kurz, wie ich die Mediation durchführe.

Anleitung zur Jahresrückblicks-Meditation
Zuerst konzentriere ich mich auf meinen Atem, wie sich meine Bauchdecke beim Einatmen hebt und senkt, ich nehme wahr, wie sich meine Sitzunterlage anfühlt und wo meine Füße den Boden berühren. Dann konzentriere ich mich wieder auf meinen Atem. Ich mache mir bewusst, dass ich von der Erdanziehungskraft gut gehalten bin und in diesem Vertrauen noch mehr loslassen kann. Und wenn ich merke, dass ich meinen inneren Wahrnehmungsraum in einer wachen, fokussierten Aufmerksamkeit habe, fange ich an und gehe in Gedanken an den Jahresanfang zurück, dort wo ich in das Jahr gestartet bin. Mit welchen Ideen, welchen Vorhaben bin ich das Jahr angetreten? In welcher Stimmung war ich, was habe ich gefühlt und gedacht? Und dann gehe ich innerlich jeweils in einem drei Monatszyklus durch das ganze Jahr: Januar-März, April-Juni, Juli-September und Oktober bis Dezember. Was habe ich erlebt? Was hat mich berührt? Was fühle ich, wenn ich daran zurück denke? Was für Bilder und welche Gedanken entstehen in meinem Kopf? Ich lasse alles so kommen und gehen, wie es von ganz alleine geschieht. So als wenn du den Jahresfilm vor deinem inneren Auge ablaufen lässt und gemütlich, mit wachem und offenem Herzen, zuschaust. Wenn du im Dezember angekommen bist, gehe nochmal durch das ganze Jahr und sammle das ein, was du nicht vergessen möchtest. Vielleicht kommt bei der Gelegenheit noch etwas dazu. Das ist ok!

Ab hier kommen die Meditierer und die Nicht-Meditierer wieder zusammen. Alle schließen nun kurz die Augen. Du ziehst die Energien in deinen Stamm und nun stell dir vor, dass deine Erlebnisse des Jahres auf deinem Jahresblatt 2019 sichtbar werden. Lass auch eine Knospe als Vorbote für das neue Jahr wachsen. Und dann gehe flugs zum nächsten Schritt über. Nimm dir ein Papier und Malstifte und male dein Blatt. Aussteigen gilt an dieser Stelle nicht, sonst verpasst du das beste!!

  1. Mein Jahresblatt 2019 (20 Minuten)
    Ganz wichtig: Mach dir keinen Druck wegen dem Malen. Du musst KEIN Künstler sein. Male dein Blatt und deine Knospe. Bleibe unbedingt im Gefühl. Lasse malen – sozusagen. Denke auf keinen Fall darüber nach, ob es hübsch genug ist oder so aussieht, wie in deinem inneren Bild. Egal!! Male so, wie dein Gefühl dich gerade führt. Wenn du fertig bist, schreibe dir ein paar Gedanken zu deinem Bild auf.

Folgende Fragen können dich inspirieren: Was hat sich für dich gezeigt? Wie war der Prozess des Malens? Was ist aufgetaucht, was ist in dir entstanden? Was verrät das Blatt über dein Jahr? Welche Farben stehen wofür? Was bedeutet die Form? Schreibe einfach alles runter, was dir gerade einfällt. Das ist am besten. Du musst nicht auf Grammatik oder einen besonders vollendeten Ausdruck achten!
Gehe zum Schluss nochmal deinen Text durch. Unterstreiche die Wörter, die bei dir die größte Resonanz auslösen. Vielleicht gibt es auch Wiederholungen in deinem Text oder eine lange Passage, die einem Thema gewidmet ist. Prüfe, ob das für dich eine Bedeutung hat. Und jetzt fasse die Essenz des Textes in wenigen, maximal 4 Sätzen zusammen. Hier kannst du dir mein Jahresblatt und meine Essenz ansehen. Wenn es sich für dich rund und schön anfühlt, kannst du den Jahresrückblick jetzt beenden. Wenn du Lust auf mehr Reflexion hast, dann mache noch die 3. Übung.

  1. Jahresreflexion (30 Minuten)
    Jetzt kommen wir vom Gefühl und der Intuition mehr in den Kopf. Nimm dir das Übungsblatt „Jahresreflexion“ zur Hand. Keine Sorge, du musst nicht alle Fragen beantworten. Lies dir alle Fragen durch und markiere 4-8 Fragen, die dich gerade besonders interessieren. Und dann fange an zu schreiben. Bei einzelnen Fragen bietet es sich an ein Mind-Map anzufertigen. Oder etwas dazu zu malen, wenn du weiter kreativ bleiben möchtest. Vielleicht fällt dir auch eine Frage ein, auf die du gerne antworten würdest und die nicht auf diesem Blatt steht. Alles ist erlaubt – Hauptsache es ist dir dienlich!

Geschafft? Wunderbar! Klopfe dir feierlich auf die Schulter, dass du dir Zeit für dich genommen hast! Wie fühlst du dich jetzt? Schnapp dir gerne eine Person deines Vertrauens, um von deinem Jahresrückblick zu erzählen.
Ich schenke dir alle Materialien ohne eine Gegenleistung. Ich freue mich aber sehr, wenn du mir erzählst, wie es dir mit und nach der Übung ging und ob und was es dir gebracht hat. Das ist für mich sehr wertvoll und geteilte Freude ist doppelte Freude. Auch Anregungen nehme ich gerne entgegen! Unter #meinjahresblatt2019 findest du auf Instagram mein Jahresblatt. Gesell dich unter dem Hashtag gerne dazu, gerne mit deiner Essenz 2019. Ich wünsche dir einen wundervollen Jahresausklang, hab es gut in 2020!!