#10minBlog: Positive Psychologie

#10minBlog: Positive Psychologie

Ok, einen 10minBlog über Positive Psychologie zu schreiben ist an sich schon ziemlich positiv gedacht. Ich versuche es trotzdem. Ich erlebe es immer wieder, dass manche Menschen große Vorbehalte gegen diese psychologische Disziplin haben. Gerne wird sie in die Esoterikecke gestellt oder mit Selbstoptimierungswahn abgetan. Manche befürchten vielleicht still und heimlich, dass sie jetzt immer gute Laune haben müssen. Und das wäre ja für niemanden zum Aushalten, oder? Die Liste der renommierten Wissenschaftler, die unsere positiven Emotionen erforschen, ist lang. Angefangen mit Martin Seligmann, der u.a. erste Studien zum Thema Dankbarkeit und Optimismus vorgelegt hat, bis zu Barbara Fredrickson mit ihrer Broaden-and-Built Theorie und dem 1:3 Quotienten der besagt, dass wir drei Mal mehr positive Emotionen am Tag fühlen sollten, als negative, um am Ende des Tages im Ergebnis glücklich und zufrieden zu sein. Und dann wäre da noch Sonja Lyubomirsky, die sehr viel und sehr gut forscht und unter anderem ein Buch zum Thema „Glücklich sein“ geschrieben hat. Das ist nur eine kleine Auswahl an Wissenschaftlern, die sich auf diesem noch recht jungen Feld tummeln. Was erforschen diese PsychologInnen? Nachdem in der Emotionsforschung lange Zeit vorwiegend die Einflüsse von negativen Emotionen erforscht worden sind, wurde mit der Positiven Psychologie ein Paradigmenwechsel eingeläutet. Mit dem Blick auf unsere schönen und kraftspendenden Gefühle schaffen wir uns selbst den Zugang zu einem Raum mit vielen Möglichkeiten. Da wo es eng und finster ist, kann es auch bunt und hell sein. Wir können uns in einem positiven Sinne beeinflussen, indem wir Positives mehr stärken als zu versuchen Negatives auszumerzen. Negative Emotionen wie Wut, Trauer oder Angst halten uns stärker und langanhaltender in Atem. Oft verstärken wir sie durch unsere Gedanken so sehr, dass sie richtig mächtig werden. Manchen Menschen merken gar nicht mehr in welcher negativen Dauerschleifen sie sich befinden. Positive Gefühle wie Dankbarkeit, Freude oder Liebe brauchen viel mehr Aufmerksamkeit, damit wir sie stark und gut fühlen. Ich sage immer, wir müssen sie kultivieren und pflegen, wie zarte Pflänzchen, die noch wachsen müssen. Diese Forschungsrichtung hat so viele schöne Übungen und sehr interessante Forschungsergebnisse hervorgebracht. Ein echter Gewinn. Das bedeutet nicht, dass wir unsere schwierigeren Gefühle ächten sollten. Unsere ganze Gefühlspalette ist wichtig und gut für uns. Es kommt aber auf das Verhältnis an!

Was meinst du zum Thema “Positive Psychologie” – Freund oder Feind?

Der #10minBlog ist eine Initiative von Maren Martschenko. Ziel ist es in 10 Minuten einfach alles runterzuschreiben, was mir zu einem Thema einfällt. Ich wähle Themen aus, die mich gerade am meisten beschäftigen – nah, authentisch, wahr. Ohne lange Korrekturphasen und Verschönerungssequenzen, um endlich ins TUN zu kommen. Meine Challenge mit 7 #10minBlog Beiträgen habe ich hiermit geschafft. Yeah!! Ich werde weitere kleine Beiträge schreiben – ich habe gerade Gefallen daran gefunden. Wenn ihr mir ein Thema schenken möchtet, freue ich mich sehr!